
Botanischer Name: Fagus sylvatica
Der verbreitetste Laubbaum der Schweiz. Das dichte, rötlich-braune Holz ist hart und zäh. Buche lässt sich sauber bearbeiten, gut drehen und leicht spalten. Trotz seiner Härte ist Buche leicht entflammbar. Das Holz lässt sich vorzüglich dämpfen und anschliessend biegen. Aus Buchenholz entstehen Möbel, Furniere, Sperrhölzer, Werk- und Hobelbänke sowie Parkett. Dank seiner mechanischen Eigenschaften dient es auch als Bau- und Konstruktionsholz (Schwellen). Die manchmal vorkommenden dekorativen Rotkerne werden im Kunsthandwerk geschätzt.
In Sagen ist häufig von Hexenbuchen die Rede und bei Gewittern gilt die Weisheit: Eichen sollst du weichen - vor Fichten sollst du flüchten - Weiden sollst du meiden - Buchen aber suchen - kannst du Linden grad nicht finden.
Botanischer Name: Quercus robur (Stieleiche)
Das harte Eichenholz ist dichtfaserig, mässig fest, hart, leicht zu spalten und zu bearbeiten. Es gilt als besonders resistent gegen Pilzbefall, witterungsbeständig und ist unter Wasser praktisch unbegrenzt haltbar. Der grosse Anteil an Gerbsäure ist verantwortlich für die schwarzen Oxidationsflecken bei Kontakt mit Eisen. Eiche ist ein hochwertiges Konstruktionsholz im Innen- und Aussenausbau. Es wird verwendet für Furniere, Drechslerarbeiten, Möbel, Boote, Fässer, Fenster, Türen, Parkett. Auch im Brückenbau findet man die Eiche. Die Traubeneiche (Quercus petraea) wird als Holzart nicht unterschieden, da Aussehen und Eigenschaften sehr ähnlich sind.
Eichen galten bei den Kelten als von einer Fee beseelt und waren mächtige Glücksbringer. Mistelzweige (früher auf Eichen gewachsene bevorzugt) werden noch heute als Weihnachtsschmuck verwendet.
Botanischer Name: Acer pseudoplatanus
Der Bergahorn ist dort wüchsig, wo auch die Tanne am besten gedeiht und bis auf 1700 m ü. M. anzutreffen. Sein gelblich weisses bis fast weisses Holz ist nicht besonders hart, dafür leicht und sauber bearbeitbar. Das Holz ist dicht, fest, elastisch, zäh und dauerhaft. Es lässt sich auch gut drechseln und schnitzen. Ahorn eignet sich besonders für den Innenausbau, die Möbelfabrikation und für Parkett. Bergahorn wird auch gerne zur Fertigung von Musikinstrumenten verwendet (Zier- und Resonanzholz).
Der Ahornbaum ist Symbol der Ruhe und Gelassenheit. Schon die Aegypter wussten von der kühlenden Wirkung des Ahornsaftes bei Entzündungen. Im Mittelalter hielten Zapfen aus Ahornholz in Türen und Schwellen geschlagen die Hexen fern.
Botanischer Name: Picea abies
Die immergrüne Fichte prägt als häufigste Baumart unsere Wälder (49 % des Waldbestandes) - und sie ist das bei uns am meisten verwendete Holz. Fichtenholz ist elastisch, schnell trocknend, ungeschützt wenig dauerhaft und ziemlich harzhaltig. Es lässt sich gut messern, schälen, drehen, spalten und leimen. Die Fichte, auch Tanne oder Rottanne genannt, findet Verwendung im Innenausbau- und (geschützten) Aussenbau, für Dachstühle, Deckenbalken, Böden, Türen, Sperrholz, einfache Möbel, Paletten usw. Es ist zudem sehr gefragt in der Papierindustrie.
Die Fichte galt früher als schützender, immerwährender Lebensbaum. Die ätherischen öle der Fichte stärken die Abwehrkräfte und fördern die Durchblutung.